Im Jahr 1900 forschte der Erfinder des Faserzements Ludwig Hatschek nach einem feuerfesten Produkt für Dacheindeckungen, das „leichter und haltbarer als Ziegel, günstiger und universeller als Schiefer und beständiger als Blech“ sein sollte. Seine feuerfesten, frostbeständigen, korrosionssicheren und vor allem leichten Faserzementplatten wurden weltweit unter dem Markennamen Eternit bekannt und zählen heute zu den Klassikern für Dacheindeckungen und Fassadenbekleidungen. Weit länger zurück liegt die Erfindung von Beton als Dachdeckungsmaterial. Unter dem Materialbegriff „Opus Cementitium“ entwickelten die alten Römer vor 2000 Jahren die ersten Beton-Kassettensteine und deckten damit die Kuppel des wichtigsten Heiligtums der Antike, das heute noch steht: das Pantheon in Rom. Heute bescheinigt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR den nichtbrennbaren Eternit-Dächern aus Faserzement und Betondachsteinen in seiner Lebenszyklusanalyse die höchste Nutzungsdauer von Bauteilen mit einer Lebenserwartung von mehr als 50 Jahren. Auch unter ökologischen Aspekten ist ein Eternitdach eine sichere Lösung: Alle Dachprodukte sind nach der internationalen Umweltnorm ISO 14025 mit einer Umweltproduktdeklaration durch das Deutsche Institut für Bauen und Umwelt zertifiziert. Darin werden alle Umweltwirkungen während des gesamten Produktlebenszyklus von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling offen gelegt. Besonders markant: der deutlich geringere Primärenergiebedarf bei der Herstellung von Betondachsteinen gegenüber der energieaufwändigen Produktion von Tonziegeln.
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