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Prinzip der vorgehängten hinterlüfteten Fassade

Das Prinzip der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF), auch Energieeinsparfassade® genannt, gewährleistet als eines der sichersten Fassadensysteme einen dauerhaften Schutz des Gebäudes. Anders als bei Wärmedämmverbundsystemen gibt es bei der vorgehängten hinterlüfteten Fassade eine konstruktive Trennung der Funktionen Wärmeschutz und Witterungsschutz.

Neben den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten und der praktikablen Instandhaltung überzeugt das Fassadensystem auch durch gute Brandschutz- und Schalldämmeigenschaften. Mit dem VHF-System entstehen besonders langlebige Fassaden, die ihre hochwertige Optik beispielsweise durch speziellen Graffitischutz dauerhaft behalten. Am Ende ihres langen Lebenszyklus – das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR bescheinigt den nichtbrennbaren Faserzement-Fassaden in seiner Lebenszyklusanalyse die höchste Nutzungsdauer von Bauteilen mit eineLebenserwartung von mehr als 50 Jahren gewährleisten vorgehängte hinterlüftete Fassaden einen einfachen Rückbau und die Rückführung ihrer einzelnen Bestandteile in den Werkstoffkreislauf.

​Fassadenbekleidung

Fassadenbekleidungen aus Faserzement eröffnen ein Höchstmaß an individueller Gestaltungsfreiheit. Über Format und Form, Farbe, Fugenbild und Oberfläche lässt sich die vorgehängte hinterlüftete Fassade als attraktive Visitenkarte eines Gebäudes gestalten. Faserzement ist nichtbrennbar (A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1), diffusionsoffen, absolut form- und witterungsbeständig, schlagfest und UV-stabil sowie sehr langlebig.

Hinterlüftung

Durch die konstruktive Trennung von Fassadenbekleidung (Witterungsschutz) und Dämmung (Wärme- und Kälteschutz) kann im Hinterlüftungsraum Luft zirkulieren. So wird Bau- und Nutzungsfeuchte sicher abgeführt und Schimmelbildung im Innenraum vermieden. Dämmung und Wandkonstruktion bleiben dauerhaft trocken und ein optimales Innenraumklima wird sichergestellt. Die Fassadenbekleidung sollte in einem Abstand von mindestens 20 mm zur Wärmedämmung angeordnet sein. Der Abstand darf z. B. durch die Unterkonstruktion oder durch Wandunebenheiten örtlich bis auf 5 mm reduziert werden. Um eine dauerhaft sichere Funktion der Fassadenbekleidung zu gewährleisten, sind Be- und Entlüftungsöffnungen mit Querschnitten von mindestens 50 cm² je 1 m Wandlänge vorzusehen. Die Fugen in der Fassadenbekleidung unterstützen die Hinterlüftung und erhöhen die Luftzirkulation.

Dämmung

Der bauliche Wärmeschutz dient dem Schutz eines Gebäudes vor thermischen Extremen und vor Feuchtigkeit. Außerdem erhöht die Dämmung die Lebensdauer eines Bauwerks und schont die Energieressourcen. Für vorgehängte hinterlüftete Fassaden dürfen nur genormte oder bauaufsichtlich zugelassene Dämmstoffe (nichtbrennbar) nach DIN 4108-10:2008-06 vom Typ WAB verwendet werden. Dabei ist jede gewünschte Dämmstoffdicke wählbar. Problemlos werden so U-Werte erreicht, die Plusenergiehäuser auszeichnen und die Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung übertreffen.

Ausführliche Informationen zum Thema Dämmung für die VHF gibt es z.B. bei Isover und Rockwool.

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion ist das statische Bindeglied zwischen der tragenden Außenwand und der Fassadenbekleidung. Vorgehängte und hinterlüftete Eternit-Fassaden lassen sich sichtbar oder verdeckt auf Holz- oder Aluminium-Unterkonstruktion befestigen.
Alu-UKs sind dreidimensional justierbar und legen sich zwängungsfrei um den Baukörper. Unebenheiten und Wandversprünge lassen absolut lot- und waagerecht ausgleichen. Zur Verankerung der Wandhalter in der tragenden Wand sind bauaufsichtlich zugelassene Dübel (Schraube-Dübelkombinationen) zu verwenden.
Unterkonstruktionen aus Holz werden nach DIN EN 1995-1-1 bemessen und sind nach DIN 68800-2 (Holzschutz – Vorbeugende bauliche Maßnahmen im Hochbau) zu schützen.

Unterkonstruktionssysteme aus Aluminium oder Edelstahl für die VHF sind u.a. erhältlich bei BWMSystea und GIP Fassade.

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VHF können für unterschiedlich energetische Anforderungen mit einer individuell bemessenen Dämmung ausgeführt werden. Zur Fixierung von weichen und druckfesten Dämmstoffen werden Dämmstoffhalter am Untergrund befestigt.
Foto: Andreas Friedrich | Produkt: Eternit Fassadentafel EQUITONE [natura]

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Einfamilienhaus in Holzbauweise mit hinterlüfteter CEDRAL-Fassade auf Holz-UK
Projekt: Einfamilienhaus Neu-Ulm | Architekt: passivhaus-eco®, Herzogenaurach | Foto: passivhaus-eco® | Produkt: Eternit Fassadenpaneel CEDRAL structur in Stülpschalung