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Das Prinzip der vorgehängten hinterlüfteten Fassade

Das Prinzip der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) bewährt sich schon seit vielen Jahrhunderten bei Gebäuden aller Art und ist in der deutschen Baukultur und Bautradition tief verankert. Zwar haben sich die Materialien über die die Zeit angepasst oder sind neu hinzugekommen, der Aufbau mit seinen typischen Komponenten ist aber seit jeher gleich: Verankerungsgrund (Mauerwerk/Stahlbeton, Holz- oder Fachwerkkonstruktion), Dämmung, Hinterlüftung und die Bekleidung.

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Grafik 1: Prinzip der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) und ihre Komponenten.

Die konstruktive Trennung der Funktionen Wärmeschutz und Witterungsschutz ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal im Gegensatz zu anderen Fassadensystemen, allen voran dem neueren Wärmedämmverbundsystem (WDV-System oder WDVS), bei welchem die beiden Schutzziele in einer Funktionsschicht miteinander vereint sind. Diese Reduktion wirkt sich zwar positiv auf die Kosten aus, nicht aber auf die Qualität und Nachhaltigkeit. In der Grafik 2 werden die Kriterien der beiden Systeme unabhängig gegenübergestellt. Während sich im Einfamilienhausbau die Tendenz einer Putzfassade im Verhältnis zu den Kosten noch behaupten kann, spielen bei gewerblichen Immobilien wie im Geschosswohnungsbau, Büro- und Verwaltungsbau, Shop- und Retail-Bereich die Individualisierung und das Image eine wesentlich bedeutendere Rolle. Dieser Trend lässt sich auch bei kommunalen Bauten, vorrangig Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser, eindeutig ablesen.

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Grafik 2: Vergleich VHF - WDVS: Qualitative Entscheidungstendenz von Entscheidungsträgern (Quelle: VHT Darmstadt).

Bekleidung mit EQUITONE Fassadentafeln

Fassadentafeln EQUITONE aus natürlichem und ökologisch geprüftem »Faserzement weisen hervorragende ästhetische und bauphysikalische Eigenschaften auf. Über Format und Form, Farbe, Fugenbild und Oberfläche lässt sich die vorgehängte hinterlüftete Fassade als attraktive Visitenkarte eines »Gebäudes gestalten. Durch verschiedene Bearbeitungstechniken der Oberflächen entstehen individuelle und ausdrucksstarke Fassadentexturen – von durchgefärbt über geschliffen und profiliert bis zu deckend beschichtet.

Fassadentafeln EQUITONE sind nichtbrennbar (»A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1), absolut form- und witterungsbeständig, in großen Formaten bis 3,10 x 1,25 Meter erhältlich, schlagfest und UV-stabil sowie sehr langlebig. Die Langlebigkeit bescheinigt auch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. In der Tabelle »„Nutzungsdauern von Bauteilen zur Lebenszyklusanalyse“ werden Fassadentafeln EQUITONE aus Faserzement – mit einer mittleren Lebensdauer von mehr als 50 Jahren – der höchsten Stufe zugeordnet.

Am Ende ihres langen Lebenszyklus gewährleisten vorgehängte hinterlüftete Fassaden zudem einen einfachen Rückbau und die Rückführung der einzelnen Bestandteile in den »Werkstoffkreislauf.

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Luft, Wasser, Zement, Zellulose und organische Fasern verleihen EQUITONE Fassadentafeln ihren unverwechselbar authentischen Charakter. 

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Festspielhaus Erl, Österreich | Architekt: Delugan Meissl Associated Architects, Wien; MHM Architekten, Wien | Foto: Brigada Gonzáles, Stuttgart

Befestigungsvarianten

Das Befestigungssystem der Fassadenbekleidung auf der Unterkonstruktion zählt zu den grundlegenden Bestandteilen bei der Fassadengestaltung. Ob akzentuierende oder farbgleiche Fassadenniete oder pure Fuge ohne sichtbares System – das Befestigungselement ist mehr als nur ein funktionales Detail: So lassen sich Fassadentafeln EQUITONE sichtbar mit Fassadenschrauben auf Holz-Uk bzw. Fassadennieten auf Metall-Uk montieren. Weiter können die geschosshohen Tafeln mit der Hinterschnittbefestigung Tergo und Tergo+ auch nicht sichtbar auf Alu-Uk´s befestigt werden und gestalten so ein ununterbrochen glattes Fassadenbild. Zudem lassen sich Fassadentafeln EQUITONE nicht sichtbar auch auf die Unterkonstruktion kleben.

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Sichtbare Nietbefestigung | Studentenwohnheim, Münster | Architekt: John Architekten, Münster | Foto: Oliver Baucks

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Nicht sichtbare Hinterschnittbefestigung Tergo | Privatwohnung, Belgien | Architekt: Architectenbureau Quisquater | Foto: EtexGroup

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Nicht sichtbare Klebebefestigung | Eternit Akademie, Heidelberg | Architekt: Astrid Bornheim Architektur, Berlin mit Prof. Ralf Kunze und Prof. Andreas Oevermann, Berlin | Foto: David Franck

Hinterlüftung

Durch die konstruktive Trennung von der Fassadenbekleidung (Witterungsschutz) und der Dämmung (Wärme- und Kälteschutz) kann im Hinterlüftungsraum Luft zirkulieren. So wird nicht nur die Baufeuchte sondern auch die Nutzungsfeuchte während des Betriebes, hervorgerufen durch die natürlicher Dampfdiffusion, sicher abgeführt und Schimmelbildung im Innenraum vermieden. Dämmung und Wandkonstruktion bleiben dauerhaft trocken und ein optimales Innenraumklima wird sichergestellt.

Die Fassadenbekleidung sollte in einem Abstand von mindestens 20 mm zur Wärmedämmung angeordnet sein, damit die Luftzirkulation optimal funktioniert. Der Abstand darf z. B. bei Brandsperren örtlich bis auf 5 mm reduziert werden. Um eine dauerhaft sichere Funktion der Fassadenbekleidung zu gewährleisten, sind Be- und Entlüftungsöffnungen mit Querschnitten von mindestens 50 cm² je 1 m Wandlänge vorzusehen. Diese müssen durch Lüftungsgitter (Kleintierschutz) gesichert werden. Die Fugen in der Fassadenbekleidung unterstützen die Hinterlüftung und erhöhen so die Luftzirkulation zusätzlich.

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Durch die Belüftung wird Bau- und Nutzungsfeuchte sicher abgeführt. Bei Brandsperren darf der Hinterlüftungsabstand bis auf 5 mm reduziert werden. Foto mitte/Grafik rechts: Rockwool, »Fixrock BWM Brandriegel Kit

Dämmung

Der bauliche Wärmeschutz zur Energieeinsparung ist in der »Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt. Dabei ist für die VHF jede gewünschte Dämmstoffdicke wählbar. Problemlos werden so U-Werte erreicht, die Plusenergiehäuser auszeichnen und die Vorgaben der aktuellen EnEV übertreffen.

Neben den geforderten Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) der Außenwand, muss auch das »Brandverhalten des Dämmstoffes gemäß Musterbauordnung für die einzelnen Gebäudeklassen beachtet werden. Für vorgehängte hinterlüftete Fassaden dürfen nur genormte oder bauaufsichtlich zugelassene Dämmstoffe (Abz) vom Typ WAB verwendet werden. Die Eternit GmbH Deutschland sowie der »Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V (FVHF) empfehlen aufgrund der Sicherheit im Brandfall nur nichtbrennbare, vlieskaschierte Mineralwollplatten gemäß DIN EN 13162 für alle Gebäudearten und -höhen. Ausführliche Informationen zum Thema Dämmung für die VHF gibt es bei »Isover, »Rockwool und »URSA.

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Nichtbrennbare Mineralwollplatten gemäß DIN EN 13162, TYP WAB, vlieskaschiert (Foto: URSA)

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion ist das statische Bindeglied zwischen dem Verankerungsgrund (Außenwand) und den Fassadentafeln EQUITONE. Unterkonstruktionen (Uk) gibt es aus Holz, aus Metall (Aluminium, feuerverzinkte oder nicht rostende Stähle) sowie als Kombinationen aus Holz und Metall. Eine Metall-Unterkonstruktion ist einfach dreidimensional justierbar und legt sich zwängungsfrei um den Baukörper. Unebenheiten, z. B. bei Sanierungen, können so lot- und waagerechten ausgeglichen werden. Ein weiterer Vorteil der Metall-Uk sind die »brandschutztechnischen Eigenschaften. Daher werden Metall-Uk in der Praxis häufig bei den Gebäudeklassen 4 und 5 verbaut. Unterkonstruktionen aus Holz werden nach DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5) bemessen und sind nach DIN 68800-2 (Holzschutz – Vorbeugende bauliche Maßnahmen im Hochbau) zu schützen.

Unterkonstruktionssysteme aus Metall für die VHF sind u. a. erhältlich bei »BWM, »Systea und »GIP Fassade.

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Unterkonstruktion aus Aluminium (Fotos: URSA)


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