Geschossdeckendämmung mit Dämmhülsensystem und Duripanel

Einfache und effiziente Geschossdeckendämmung mit Dämmhülsensystem, Zellulose und Eternit Holzzementplatten Duripanel.
In vielen Altbauten sorgen ungedämmte Dächer für hohe Wärmeverluste. Laut der aktuellen Energieeinsparverordnung, §10 EnEV 2009, besteht hier bereits bis zum 31. Dezember 2011 Sanierungspflicht.
- Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,24 W/m²K nicht überschreitet.
- Ab 2012 wird die Pflicht auf begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken ausgeweitet.
- Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der obersten Geschossdecke das darüber liegende, bisher ungedämmte Dach gedämmt wird (z.B. mit Etertherm-Zwischensparrendämung)
Unter „nicht begehbaren" obersten Geschossdecken sind Räume über der obersten Geschossdecke zu verstehen, die keine Ausbaureserve für Aufenthaltsräume oder für andere Nutzungen (z.B. Abstell- oder Trockenräume) darstellen. Eine oberste Geschossdecke wird gemäß EnEV als „begehbar" bezeichnet, wenn der Dachraum oberhalb einer entsprechend großen tragfähigen Grundfläche eine lichte Höhe aufweist, dass sich dort ein durchschnittlich großer Mensch in aufrechter Haltung ohne Mühe bewegen kann.
Dass die Geschossdeckendämmung die einfachste, wirksamste und unaufwendigste Methode ist, um kurzfristig und schnell den Dämmstandard eines Gebäudes wesentlich zu verbessern, beweist ein beispielhaftes Projekt in Köln. Die obersten Geschossdecken von 55 Schulen wurden mit dem vom IpeG-Institut entwickelten „Dämmhülsensystem“ auf Passivhaus-Standard gedämmt. Mehr zu diesem Projekt und dem Dämmhülsensystem, das 2008 mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für nachwachsende Rohstoffe ausgezeichnet wurde, gibt es hier.
Grundlage für das innovative Verfahren sind druckfeste Pappröhren – die sogenannten Dämmhülsen –, Isofloc Zelluloseflocken und die Holzzementplatten Duripanel von Eternit. Bei der Montage werden die mit Zellulose gefüllten Hülsen mit der schwer entflammbaren Eternit Verlegeplatten Duripanel B1 fest verbunden und so eine stabile, robuste und begehbare Oberfläche gebildet. In den Zwischenraum wird anschließend Zellulosedämmung fugenlos und wärmebrückenfrei eingeblasen. Das umweltfreundliche System ist dank des geringen Planungsaufwands und der sauberen und schnellen Bauausführung – ohne Kran und Gerüst – auch als kurzfristige Maßnahme kostengünstig zu realisieren.
Die EnEV 2009 fordert bei der energetischen Sanierung von oberen Geschossdecken einen Wärmedurchgangskoeffzient von Umax = 0,24 W/m²K. Das entspricht einer Dämmstoffhöhe von ca. 140 mm. Besonders wirtschaftlich wird es, die Geschossdecke gleich mit einer Dämmhöhe von ca. 360 mm auf einen Passivhaus-Standard mit U=0,1 W/m²K zu dämmen. Die Differenzkosten zwischen „EnEV-Standard“ und „Passivhaus-Standard“ liegen bei der Geschossdeckendämmung mit Dämmhülsensystem und Duripanel unter 10,- € / m² und amortisieren sich in einem Zeitraum von unter zehn Jahren. Berücksichtigt man zudem noch die stetig steigenden Öl- und Gaspreise, rechnen sich die Mehrkosten sogar deutlich eher.
Downloads | Passivhäuser mit Eternit, ab Seite 31 |
|---|---|
Systempartnerschaft | Isofloc, Eternit AG |
Produkt | Eternit Holzzementplatte Duripanel B1 |

Begehbare oberste Geschossdecke vor der Sanierung.
Isofloc Dämmhülsen und die schwerentflammbaren Eternit
Verlegeplatten Duripanel B1 werden angeliefert und verteilt.
Isofloc Dämmhülsen werden ausgeflockt.
Die schwerentflammbaren Eternit Verlegeplatten Duripanel B1
werden mit dem Konstruktionsholz untereinander verbunden.
Anschließend wird der Hohlraum mit Zelluloseflocken wärme-
brückenfrei gedämmt.
Gedämmte und begehbare Geschossdecke.
Die robusten Eternit Verlegeplatten Duripanel B1 bietet einen guten
Brandschutz, sind feuchtigkeitsunempfindlich und nagetiersicher.
