Eternit

ETERNIT – EINE GESCHICHTE MIT ZUKUNFT

Eternit-Haus in Berlin von Paul Baumgarten

Der Name Eternit steht für ein führendes Traditionsunternehmen und hat sich weit über die Grenzen der Baubranche hinaus als Gattungsbegriff für Faserzement etabliert.

Die hochfesten Faserzementplatten wurden von dem Österreicher Ludwig Hatschek erfunden und im Jahre 1900 als Verfahren zur „Herstellung von Kunststeinplatten mit hydraulischen Bindemitteln“ zum Patent angemeldet.

Ludwig Hatschek, geboren am 9. Oktober 1856 in Těšetice bei Olmütz, Mähren und gestorben am  15. Juli 1914 in Linz, gründete 1893 seine erste Firma. Sieben Jahre lang forschte Hatschek nach einem feuerfesten Produkt für Dacheindeckungen, das leichter und haltbarer als Ziegel, billiger und universeller als Schiefer und beständiger als Blech sein sollte. Nachdem er mit Portlandzement - einer Mischung aus gebranntem Kalkstein, Wasser und Sand - das richtige Bindemittel gefunden hatte, gelang es ihm, eine feuerfeste, frostbeständige, leichte Platte als dauerhaftes Dacheindeckungsmaterial zu fertigen. Er meldete 1900 ein Patent für das „Verfahren zur Herstellung von Kunststeinplatten aus Faserstoffen und hydraulischen Bindemitteln“ an. Hatschek verkaufte weltweit Lizenzen für das Verfahren. Bereits 1910, nur ein Jahrzehnt nach der Patentierung, gab es Eternit-Fabriken unter anderem in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Ungarn, Belgien, Niederlande, Portugal, Italien, Großbritannien, Schweden, Dänemark, Rumänien, Russland, den USA und Kanada. Das Bemerkenswerte an dem Verfahren ist, dass auch nach der Umstellung von der natürlichen Asbestfaser auf eine organische, synthetische Kunstfaser im Jahr 1980 das Verfahrensprinzip unverändert blieb. Noch heute werden die Faserzementtafeln im Hatschek-Verfahren auf gleichnamigen Maschinen produziert.

Heute bietet Eternit ein umfassendes Programm an Produkten und Systemlösungen für Dach, Fassade, Ausbau, Garten und Photovoltaik. Die Eternit AG ist an vier Standorten in Deutschland vertreten und gilt weltweit als zuverlässiges, erfolgreiches und innovatives Unternehmen.

Historische Daten im Überblick

  • 1900 Anmeldung des Werkstoffs zum Patent in Österreich
  • 1904 Markteinführung in Deutschland, andere Länder folgen
  • 1929 Gründung der Deutschen Asbestzement AG, Berlin
  • 1949 Wiederaufnahme der Produktion nach dem Krieg
  • 1952 Umbenennung in Eternit AG Deutschland
  • 1954 Gründung des Eternit-Werks in Heidelberg
  • 1960 Gründung des Eternit-Werks in Neuburg an der Donau
  • 1962 Gründung des Eternit-Werks in Neubeckum /Westfalen
  • 1975 Integration des Werk Neuss in die Eternit AG
  • 1980 Umstellung von der natürlichen Asbestfaser auf eine synthetische Kunstfaser
  • 1981 Produktionsstart von Betondachsteinen und Holzzementplatten
  • 1981 Übernahme der Klaus Esser AG, Flachdachelemente
  • 1990 Eternit gehört fortan zur internationalen Etex-Group, Belgien
  • 2003 Verlagerung der Hauptverwaltung nach Heidelberg
  • 2007 Gründung der Eternit Akademie
  • 2007 Markteinführung Tonality Fassadenziegel
  • 2008 Markteinführung Hydropanel Trockenbauplatten
  • 2009 Umwelt-Produktdeklaration (ISO14025) für alle Eternit-Produkte
  • 2009 Markteinführung luftreinigende Dachplatte Activa
  • 2010 Markteinführung des Eternit-Photovoltaiksystems Solesia