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An dieser Stelle finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu Eternit Produkten rund um das Thema Fassade.

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Allgemeines

Das ist abhängig von den jeweiligen Oberflächen der Fassadentafeln. Siehe Seiten 18-30 in der Planung und Anwendung im Downloadbereich.

Großformatige Fassadentafeln aus Faserzement sind nichtbrennbar (DIN 4102-A2). Ihr Brandverhalten auf Unterkonstruktionen aus Metall ist nach DIN EN 13501-1 mit A2-s1, d0 klassifiziert.

In Form von mikroskopisch kleinen Poren ist im Faserzement auch Luft vorhanden. Durch dieses Mikroporen-System entsteht ein frostbeständiger, feuchtigkeitsregulierender, atmungsaktiver und dennoch wasserdichter Baustoff.

Das Fassadenpaneel Cedral ist ein Paneel mit einer Höhe von 18,6 cm und einer Länge bis zu 3,6 m. Es hat auf der Sichtseite eine eingeprägte Holzstruktur und ist deckend beschichtet. Das Paneel ist aber auch mit glatter Oberfläche erhältlich.

ProduktMax. NutzmaßDicken
Fassadenpaneel Cedral3.600 x 186 mm10 mm

Die beidseitig sichtbar beschichtete EQUITONE Balkonplatten von Eternit ist in drei verschiedenen Oberflächen möglich, die individuell für die Innen- oder Außenseite verwendet werden können. Die Oberfläche EQUITONE [textura] kann wahlweise mit der Oberflächen EQUITONE [pictura] oder EQUITONE [natura] PRO kombiniert werden. Die Grundtafeln sind in fünf verschiedenen Durchfärbungen möglich: anthrazit, rubin, titangrau, naturgrau und weiß.

Die 12 mm dicken Patten sind in den Formaten 3.050 mm x 1.200 mm und 2.450 mm x 1.200 mm erhältlich.

Die Fassadentafel EQUITONE [tectiva] ist eine in der Masse durchgefärbte autoklavierte Fassadentafel mit feinem Oberflächenschliff für die ebenso einfache wie edle Fassadenbekleidung von Neubauten oder Sanierungen.

Leicht changierende Farbnuancen der natürlichen Rohstoffe verleihen der durchgefärbten Fassadentafel ihre charakteristische Lebendigkeit. Die feinen Linien der geschliffenen Faserzementoberfläche erzeugen eine einzigartige Haptik. Die Tafel ist in zwei unterschiedlichen Abmessungen erhältlich. Sie sind allgemein bauaufsichtlich zugelassen.

Die Fassadentafeln EQUITONE [textura] sind 8 mm oder 12 mm dicke Fassadentafeln aus Faserzement mit dekorativer körniger Oberfläche. Ihre Sichtseite ist mit einer mehrfach heißverfilmten Reinacrylat-Beschichtung mit Fillite-Eintrag und TopCoat-Oberflächenversiegelung versehen. Die Tafeln sind schlagzäh, stoßfest und nichtbrennbar, A2-s1, d0 (DIN EN 13501-1). Sie sind allgemein bauaufsichtlich zugelassen.

Die Fassadentafeln EQUITONE [natura] sind hochwertige 8 mm oder 12 mm dicke Tafeln mit durchscheinender Struktur des Faserzementes. Ihre Sichtseite ist mit einer nicht deckenden Lasur Beschichtung. Die Tafel ist für Architektur mit Anspruch an natürlicher Materialität vorgesehen. Unregelmäßigkeiten, unterschiedliche Färbungen und Spuren des industriellen Herstellungsprozesses sind für die Fassadentafel EQUITONE [natura] charakteristisch. Die Tafeln sind schlagzäh, stoßfest und nichtbrennbar, A2-s1, d0 (DIN EN 13501-1). Sie sind allgemein bauaufsichtlich zugelassen.

Die Fassadentafel EQUITONE [natura] PRO ist eine Weiterentwicklung der Fassadentafel EQUITONE [natura]. Die Tafeln haben die gleichen Werkstoffeigenschaften, die Tafel [natura] PRO hat zusätzlich eine UV-gehärtete äußere Lage. Dies macht die Tafel widerstandsfähiger gegenüber Verunreinigungen und Kratzer. Durch die UV-Behandlung besitzt die Tafel einen permanenten Graffitischutz.

Die Fassadentafel EQUITONE [pictura] ist eine Tafel mit einer deckenden glatten Beschichtung und einer UV-gehärteten äußeren Lage. Dies macht die Tafel widerstandsfähiger gegenüber Verunreinigungen und Kratzer. Sie hat die gleichen Werkstoffeigenschaften wie alle anderen naturerhärteten Faserzementtafeln.

Die Fassadentafel EQUITONE [linea] ist eine Tafel mit profilierter Oberfläche, deren lebendige Wirkung aus dem Wechsel von Licht und Schatten entsteht.

Großformatige Fassadentafeln aus Faserzement bestehen aus einem nichtbrennbaren, hochverdichteten Werkstoff aus mit Fasern armiertem Zementstein, der im erhärteten Zustand form- und witterungsbeständig ist. Den größten Rohstoffanteil bildet das Bindemittel Portland-Zement, das durch Brennen von Kalkstein und Tonmergel hergestellt wird. Zur Optimierung der Produktionseigenschaften werden als Zuschlagstoffe z.B. Kalksteinmehl und gemahlener Faserzement (Recycling) beigemischt. Als Armierungsfasern werden synthetische organische Fasern verwendet. Es sind Fasern, wie sie in ähnlicher Form in der Textilindustrie für Oberbekleidung und Schutzgewebe, für Vliesstoffe und für medizinische Nähfäden verwendet werden. Sie sind physiologisch unbedenklich.
Während der Herstellung von Faserzement dienen Prozessfasern als Filterfasern. Es sind hauptsächlich Zellstoff-Fasern, wie sie auch in der Papierindustrie verwendet werden. In Form von mikroskopisch kleinen Poren ist im Faserzement auch Luft vorhanden. Durch dieses Mikroporen-System entsteht ein frostbeständiger, feuchtigkeitsregulierender, atmungsaktiver und dennoch wasserdichter Baustoff.
Produkte aus Faserzement verhalten sich gegenüber elektromagnetischen Wellen und Strahlungen völlig neutral, so dass Funkwellen, Infrarot-Anlagen, Personensuchanlagen und Radarvorrichtungen nicht beeinträchtigt werden.
Die industriell aufgebrachte mehrfach heißverfilmte dekorative Beschichtung der Oberfläche gewährleistet ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau der Fassadentafeln. Sie ist lichtecht und UV-stabil. Die Tafelrückseite ist mit einer physikalisch gleichwertigen Rückseitenversiegelung versehen. Alle Fassadentafeln sind als umwelt- und gesundheitsverträgliche Bauprodukte bewertet und zertifiziert.

Fassadentafeln aus Faserzement werden auf Unterkonstruktionen aus Aluminium mit nichtrostenden Eternit Fassadennieten befestigt. Die Nietköpfe haben einen Durchmesser von 15 mm und sind in Tafelfarbe beschichtet. Für 8 mm dicke Tafeln werden Eternit Fassadenniete 4x18K15 mm verwendet.
12 mm dicke Fassadentafeln aus Faserzement und 8 mm dicke Tafeln in sichtbarer Stülpdeckung werden mit Eternit Fassadennieten 4x25K15 mm befestigt.

Die Eternit Fassadenniete sind Bestandteil der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung für die Fassadentafeln.

Fassadentafeln aus Faserzement werden auf Unterkonstruktionen aus Holz mit nichtrostenden Eternit Fassadenschrauben befestigt. Die Schraubenköpfe haben einen Durchmesser von 15 mm und sind in Tafelfarbe beschichtet. Für 8 mm dicke Tafeln werden Eternit Fassadenschrauben 5,5x35 mm verwendet. 12 mm dicke Fassadentafeln aus Faserzement und 8 mm dicke Tafeln in Stülpdeckung mit nicht sichtbarer Befestigung werden mit Eternit Fassadenschrauben 5,5x45 mm befestigt.

Die Eternit Fassadenschrauben sind Bestandteil der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung für die Fassadentafeln.

Der Unterschied zwischen naturerhärteten Faserzementtafel und dampfgehärteten liegt in der Produktzusammensetzung und der Art der Trocknung. Nach Abschluss des Herstellungsprozesses werden die Tafeln entweder im Stapel in Folie gepackt und können 28 Tage natürlich aushärten (naturerhärtete Tafeln) oder werden im Autoklaven dampfgehärtet. Die Zusammensetzung und die Art der Trocknung haben Auswirkungen auf die Rohdichte der Tafel.

Naturerhärteter Faserzement: Rohdichte ≥ 1,65 g/cm³
Dampfgehärteter Faserzement: Rohdichte ≥ 1,30 g/cm³

Bauphysik

Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) aus Faserzementtafeln gewährleistet einen dauerhaften Schutz der Bauten vor atmosphärischen Niederschlägen. Sie ist in DIN 4108-3 der höchsten Regenbeanspruchungsgruppe III, starke Schlagregenbeanspruchung, zugeordnet. Danach ergibt sich die Fassade mit Tafeln aus Faserzement als besonders schlagregensicher. Auch in Gebieten mit hohen Jahresniederschlagsmengen sowie in windreichen Gebieten wird durch VHF das Eindringen des Wassers in die Bauwerke verhindert, ohne dass die Feuchteabgabe aus dem Bauwerksinneren beeinträchtigt wird.

Die konsequente Trennung der Fassadenbekleidung von Tragwerk und Dämmstoff schützt das Gebäude vor Witterungseinflüssen. Auskühlung und Wärmeverluste des Gebäudes im Winter sowie seine Aufheizung im Sommer werden vermieden. Im Inneren wird ein stabiles, behagliches Raumklima erreicht. Bauteile werden vor starken Temperaturschwankungen geschützt, was sich sehr positiv auf ihre Lebensdauer auswirkt.

Vor allem bei Krankenhäusern, Wohn- und Verwaltungsgebäuden werden in DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ hohe Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen gestellt. Für den rechnerischen Nachweis des Schallschutzes von Fassaden gegenüber Außenlärm lässt DIN 4109-1 lediglich den Ansatz der inneren Tragschalle zu. Die Fassadenbekleidung wird dabei nicht in Rechnung gestellt.

Durch Eignungsprüfungen (DIN 4109, Abs. 6.3) wird die tatsächliche Schalldämmung mit vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF) ermittelt. Die prüftechnisch nachgewiesene Verbesserung der Luftschalldämmung darf bei dem Nachweis der Bauteile verwendet werden.

Zum Beispiel bei einer 200 mm dicken Porenbetonwand mit Rw,R = 44 dB kann mit einer VHF mit 80 mm Dämmstoff und Bekleidung aus 8 mm dicken Faserzementtafeln eine Verbesserung der Luftschalldämmung von 8 bis 11 dB erzielt werden. Entsprechende Prüfberichte für unterschiedliche Wandaufbauten liegen bei der Eternit GmbH vor.

Zur sicheren Ableitung der Bauwerksfeuchte, zur Ableitung von eventuell eindringendem Niederschlagswasser, zur kapillaren Trennung der Bekleidung von der Wärmedämmung bzw. der Wandoberfläche und zur Ableitung von Tauwasser an der Innenseite der Bekleidung ist in der Regel eine Hinterlüftung erforderlich.

Zur Wärmedämmung der VHF dürfen nur genormte oder bauaufsichtlich zugelassene Dämmstoffe nach DIN 4108-10:2008-06 vom Typ WAB verwendet werden. Mineralfaserdämmstoffe nach DIN EN 13162 sind bei Fassaden mit offenen Fugen vorzugsweise vlieskaschiert zu verwenden. Im Holzrahmenbau geht man bei einer üblichen Dicke der Holzständerwand von 250 mm (ohne Beplankung also etwa 220 mm Dämmung) von einem U-Wert je nach WLG zwischen 0,15 und 0,20 aus. Fassadendämmplatten sind dicht gestossen, im Verband und ohne Hohlräume zwischen Untergrund und Dämmschicht normgerecht bzw. nach den Herstellerangaben zu verlegen. Sie sind durch Dämmstoffhalter mechanisch zu befestigen und dicht an begrenzende Bauteile anzuschließen. Bei sog. Effizienzhäusern und Passivhäusern, die weitestgehend ohne Zusatzheizung auskommen sollen, werden besonders hohe Anforderungen an den Wärmeschutz der Gebäudehülle gestellt. Die vorgehängte hinterlüfteteFassade leistet einen beispielhaften Beitrag in diesem energetisch ehrgeizigen Gesamtkonzept zur Entlastung von Klima und Umwelt.

Die Fassadenbekleidung soll in einem Abstand von mindestens 20 mm von der Wärmedämmung bzw. der Wandobrfläche angeordnet werden. Dieser Abstand darf z.B. durch die Unterkonstruktion oder durch Wandunebenheiten örtlich bis auf 5 mm reduziert werden.

Aus jahrzehntelanger Erfahrung ergibt sich eine optimale Breite der Fugen zwischen großformatigen Fassadentafeln aus Faserzement von 10 mm. Die Wahl der 10 mm breiten Fugen ermöglicht sowohl ein ästhetisch korrektes Fugenbild der Fassade als auch ihre technisch einwandfreie Funktion mit gutem Ausführungsergebnis. Fugen unter 8 mm Breite dürfen nicht ausgeführt werden. Offene Fugen über 10 mm Breite sollten nicht ausgeführt werden. Eine offene Ausführung waagerechter Fugen reduziert wesentlich die Verschmutzungsanfälligkeit der Fassade. Durch so entstehende zusätzliche Belüftungsquerschnitte wird die Funktionssicherheit der vorgehängten hinterlüfteten Fassade gesteigert. Ergebnisse umfangreicher Untersuchungen anerkannter Prüfinstitute und die Praxis zeigen, dass die Funktion der Fassade (Regenschutz) mit offenen Fugen in der Breite 8 mm bis 10 mm voll gegeben ist.

Um eine dauerhaft sichere Funktion der Fassadenbekleidung zu gewährleisten, sind Be- und Entlüftungsöffnungen mit Querschnitten von mindestens 50 cm² je 1 m Wandlänge vorzusehen.

Großformatige Fassadentafeln aus Faserzement können auf Wunsch und nach Vorgabe des Bestellers vorkonfektioniert, das heißt verlegefertig geliefert werden. Ergänzende Zuschnitte auf der Baustelle können mit geeigneten Werkzeugen ausgeführt werden.

Alle Schnittkanten sind nach dem Zuschnitt leicht zu brechen. Damit wird die Beschädigungsgefahr vermindert und eine optische Aufwertung der Kante erreicht.

Bei allen Natura, Natura Pro, Pictura und Textura Tafeln auf anthrazitfarbenem Grundscherben muss nach dem bauseitigen Zuschnitt die Schnittkante mit Luko Kantenimprägnierung imprägniert werden.

Bearbeitung Faserzement

Zum Brechen der Kanten kann ein ca. 400 mm x 100 mm großes Brett mit aufgeklebtem Schleifpapier der Körnung 100 verwendet werden. Um eine gebrochene Kante herzustellen, reicht eine einzige Bewegung entlang der Schnittkante mit dem unter ca. 45° zur Tafelebene geneigten Schleifbrett.

Für die Bearbeitung von Faserzement eignen sich am besten diamant- oder hartmetallbestückte Sägeblätter der Zerspanungs- und Anwendungsgruppe K 10 DIN 4990. Die Vorschubgeschwindigkeit beträgt 20 m/min bei diamantbestückten und 3,0 bis 3,5 m/min bei hartmetallbestückten Sägeblättern. Die Schnittgeschwindigkeiten betragen entsprechend 60 m/s bei diamant- und 2,0 bis 2,5 m/s bei hartmetallbestückten Sägeblättern.

Schneidstaub ist aus arbeitsschutztechnischen Gründen abzusaugen.

Siliciumcarbid-Schleifscheiben und Diamant-Trennscheiben sind nicht zu verwenden.