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JURYKOMMENTARE ZU DEN PREISTRÄGERN

​Egon-Eiermann-Preis für „Alte Ziegelei - Landbad Bordenau“ von Nick Chadde

„Alte Ziegelei - Landbad Bordenau“

Nick Chadde

Bauhaus Universität Weimar

Auszug aus der Jurybegründung:

„Mit starken Bildern aber ebenso klugen und handwerklich präzise gesetzten Grundrissen, Schnitten und Details gelingt es ihm, ein identitätsstiftendes Gebäude vom Gewerblichen ins Kulturelle zu translozieren und somit einen wunderbaren Ort für eine generationsübergreifende dörfliche Gemeinschaft anzubieten.“

​Egon-Eiermann-Preis für ​„Anti|Museum“ von Kyra Mootz

„Anti|Museum“

Kyra Mootz

Universität Stuttgart

Auszug aus der Jury-Begründung:

„Der Beitrag liefert einen konzeptionellen Ansatz, das Gelände der ehemaligen Steinkohlegrube Frankenholz zu vitalisieren und dem Areal durch gezielte Interventionen zu einer neuen Identität zu verhelfen. Es werden Zeitschichten sowie ihre Potenziale differenziert und komplex gedacht und vernetzt. Somit entsteht ein spannendes Miteinander von Landschaftsraum, Bestand und Neubau. Ein Beitrag, der vielschichtige Ansätze bezogen auf die zukunftsorientierte Revitalisierung ländlicher Brachflächen aufzeigt.“

​Egon-Eiermann-Preis für ​„Samen-Bibliothek“ von Johannes Wohlfarth und Ralf Erdei

„Samen-Bibliothek“

Johannes Wohlfarth und Ralf Erdei

Universität Stuttgart

Auszug aus der Jury-Begründung:

„Der Entwurf besticht durch einen starken skulpturalen Ausdruck, der von der Nutzung eines gigantischen Samensilos vorgegeben ist. Die Weiten der amerikanischen landwirtschaftlichen Anbaugebiete lassen das gewaltige Betongebäude als von Weitem sichtbare Landmark in Erscheinung treten. Der Entwurf steht für eine gesellschaftliche Utopie, bei der die Artenvielfalt in den Fokus rückt, aktiv von den Nutzern gefördert wird und so das Gefühl einer Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt: ein Thema, das gerade heute in der Landwirtschaft wieder aktuell ist.“

​Egon-Eiermann-Preis für „Handwerk als Impulsgeber“ von Philipp Hufschmid und Patrick Fromme

„Handwerk als Impulsgeber“

Philipp Hufschmid und Patrick Fromme

Technische Universität München

Auszug aus der Jury-Begründung:

„Mit einer authentischen Sachlichkeit wird die Geschichte des Ortes weitergeschrieben und neu interpretiert. Die Häuser stehen sowohl für sich wie auch als ein Teil der dörflichen Struktur. Die Aufteilung der Funktionseinheiten Arbeiten, Wohnen und Ausstellen bzw. Verkaufen in drei eigenständige Gebäude entspricht dem handwerklichen Prozess, der den Häusern einen nachhaltigen Sinn verleiht. Jedes Element der Architektur erfüllt seine Aufgabe und bildet dabei ein Ganzes, welches rückwirkend nicht mehr in seine Einzelteile zerlegt werden kann.“


Anerkennungen

„Der zweckfreie Raum - zeitgenössischer Archetyp im morphologischen Palimpsest der historischen Altstadt Grebensteins“ von Juri Franck

„Kulturarchiv Uckermark“ von Jannis Petereit und Rebekka Kühn

„Wiederbelebung der Kirchtürme“ von Lisa-Marie Hottenrott

„Die Unausweichlichkeit des Raumes im Valle Maira“ von Lisa Schneider

Dotiert ist der Preis mit insgesamt fünftausend Euro, von denen die Gewinner jeweils 1.000 Euro und die Anerkennungen jeweils 250 Euro erhalten. 

Eine umfangreiche Dokumentation erscheint zur Preisverleihung Ende des Jahres 2017.