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Faserzement

Eine Kulturgeschichte

Luftschiffhalle, Frankfurt 1935

Faserzement galt früh als Inbegriff der Modernität. In den 1920er Jahren wurde viel mit dem neuen Werkstoff experimentiert. In den 1950er und 60er Jahren erlebte der Werkstoff seine größte Boomzeit. Namhafte Architekten aller Generationen haben Faserzementprodukte eingesetzt und an der Produktentwicklung mitgewirkt. Le Corbusier hat sich intensiv mit dem neuen Werkstoff befasst. Für die Villa seiner Eltern in La Chaux-de-Fonds, die wegen ihrer weiß verputzten Fassade „Maison Blanche“ genannt wird, wählte er bereits 1912 Dachplatten aus Faserzement. Auch Walter Gropius, der Direktor des Bauhauses in Dessau, arbeitete 1927 mit Faserzement im Rahmen der Weißenhofsiedlung in Stuttgart. Viele Bauten mit Faserzement-Dächern oder Fassaden stehen heute unter Denkmalschutz, nicht nur in Europa. Ein herausragendes Beispiel in Japan ist das Wohnhaus des japanischen Architekten Kenzo Tange bei Tokio aus dem Jahr 1957. Er verbindet tradierte japanische Motive und Bauweisen mit dem modernen Zementwerkstoff.

Deutsche Oper, Entwurf: Werner Düttmann, Berlin 1961