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Interview – Drei Fragen an den Planer • Dirk Landwehr, Trapez Architektur

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Als Inspiration für die weiß-graue Fassadengestaltung des neuen Schulgebäudes diente das angrenzende Birkenwäldchen: Analog dem Bild der Birkenrinde sind die Eternit Faserzementtafeln horizontal übereinander „geschichtet“. Eingebettet in die Landschaft ist der Neubau zur Grundschule mit vier und zum Gymnasium mit drei Geschossen ausgebildet. Die vorgehängte hinterlüftete Fassade in ihrer sanften Mehrfarbigkeit mit dominierendem Weiß verleiht dem kompakten Baukörper Vitalität und Frische. Etwa 1.000 Quadratmeter Fassadentafeln wurden auf einer Aluminium-Unterkonstruktion befestigt, Öffnungen wie Fenster oder Türen sind flächenbündig im Raster eingelassen.

Projekt: Grundschule Klein Flottbeker Weg, Hamburg | Bauherr: Freie Hansestadt Hamburg, SBH (Schulbau Hamburg) | Architekt: Trapez Architektur Dirk Landwehr, Hamburg | Foto: ARCHIMAGE, Meike Hansen | Produkt: Eternit Fassadentafel EQUITONE [natura] PRO

Drei Fragen an: Dirk Landwehr, Trapez Architektur

Foto: ARCHIMAGE, Meike Hansen

Wo sehen Sie besondere Herausforderungen beim Bauen für Kinder und gab es spezielle Vorgaben von Seiten des Bauherren?

Wichtig ist hier die Schnittstelle zur Innenarchitektur, das heißt mobile oder feste Einbauten müssen kindgerecht sein. Es nützt nichts, einen flexiblen Grundriss vorzugeben, wenn Kinder die Möbel nicht selbst bewegen können oder wenn Fenster und Türen technisch bedingt so schwer sind, dass immer der Lehrer helfen muss.

Es gab den politisch getragenen Wunsch ein CO2-neutrales Schulhaus zu planen. Deshalb war der Wettbewerb auch interdisziplinär angelegt, das heißt zum Wettbewerbsteam gehörten ein Haustechniker und ein Energieberater, die das Energiekonzept vorgedacht haben. Und die entscheidenden Punkte werden dann auch so umgesetzt.

Welche Rolle spielt die Fassade als thermische Hülle in der Energiebilanz des Gebäudes?

Wir haben mit der Holzbauweise in den Obergeschossen einen Wandaufbau gewählt, der schon an sich eine große Dämmstoffdicke aufnehmen kann. Zudem wollten wir passend zu der leichten Bauweise auch eine leichte Hülle als Wetterschutz. So sind wir auf die vorgehängte hinterlüftete Fassade gekommen und von dort sehr schnell zu den hellen, durchgefärbten Fassadentafeln von Eternit. Mit ihrer im Licht und bei Regen fast changierenden Oberfläche passen sie wunderbar zu der Leichtigkeit der Bauweise. Dagegen ist das Erdgeschoss als Betontisch ausgebildet und mit einer kräftigen, nach Wald und Natur riechenden Holzfassade bekleidet. So werden den Kindern die Themen CO2-Neutralität und natürliche Baustoffe auch haptisch vermittelt.

Was macht den Werkstoff Faserzement aus Ihrer Sicht für den Einsatz im Schulbau so geeignet?

Faserzement ist ein sehr schlichter Baustoff, der aber durch seine Flexibilität in der Konfiguration filigraner, feingliedriger Schulgebäude sehr gut einsetzbar ist. Durch die freie Wahl von Formaten und Fugenbild lässt sich eine Haut aufspannen, die letztendlich eine Maßstäblichkeit mit in den Bau bringt. Gerade deshalb haben wir bei der Schule Klein Flottbeker Weg auch Größen unterhalb der Maximalgröße gewählt. Für den Schulbetrieb ist Faserzement aber nicht zuletzt wegen seiner Langlebigkeit interessant. Außerdem verfärbt er sich kaum und wenn dann charmant und altert in Würde.