Egon Eiermann Award 2019: Die Sieger stehen fest

Datum 22 Nov 2019

Egon Eiermann Award 2019: Die Sieger stehen fest Studierende aus Wismar und Zürich erhalten Auszeichnung

Die Gewinner des diesjährigen Egon Eiermann Awards stehen fest. 151 Architektur-Studierende und -Absolventen reichten in diesem Jahr ihre Arbeiten zum Thema „Die Konsolidierung der Stadt: Urbane Nachverdichtung von Gebäuden und Baulücken“ ein. Seit 1991 unterstützt die deutsche Eternit GmbH den renommierten Nachwuchspreis – seit diesem Jahr übernimmt erstmals die internationale Marke EQUITONE die Stiftung des Preises.

An dem offenen Wettbewerb, der 2018 in mehreren Ländern Europas ausgelobt wurde, haben sich insgesamt 151 Studierende und Absolventen der Fachrichtung Architektur beteiligt. Während der Jurysitzung im Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin wurden die eingereichten Arbeiten eingehend gesichtet, geprüft und nach einer intensiven Diskussion gewertet. Dabei zeigten sich schnell die große Vielfalt der Aufgabenstellung und die durchgehend hohe Qualität der Arbeiten. Nach eingehender Beratung wurden zwei Auszeichnungen und vier Anerkennungen an Studierende der Hochschulen Wismar, ETH Zürich, UdK Berlin, KIT Karlsruhe, ETSAM Madrid und Universidad de Sevilla vergeben. Die Preisträger werden mit je 1.500€, die Anerkennungen mit je 500€ geehrt.

Preisträger „The Canapé of Neukölln, Berlin“

Das Projekt von Andrea Busová und Jakub Masny von der Hochschule Wismar beschäftigt sich mit einem hochrelevanten Thema der Verdichtung und wandelt ein unattraktives und monofunktionales Industriegebiet im multikulturellen Bezirk Berlin-Neukölln in eine utopische Idee sich ständig wechselnder Zonen aus Wohn-, Arbeits- und Erholungsräumen. Die Jury lobt die anspruchsvolle und integrative Gestaltung: „Die Teilnehmer gehen adäquat mit Konstruktion und Maßstab um und präsentieren eine große Menge an Ideen innerhalb der Ausarbeitung.“

 Preisträger „WBM+“

Jurek Brüggen von der ETH Zürich beschäftigt sich mit den unsichtbaren, "dazwischenliegenden" Räumen einer jeden Stadt. Die Arbeit bietet eine neue Möglichkeit, die Verbindungen in der Stadt zu aktivieren, gestaltet kleine Räume, die über eine App vorübergehend gemietet werden können. Diese Art der Raumnutzung gibt alternative Antworten auf die intelligente Nutzung der Stadt und temporäres Wohnen. Die Jury hebt die poetische Reaktion und den minimalistischen Umgang mit den Ressourcen des Raumes in einer bereits hochverdichteten Stadt hervor.

Anerkennung „So long Dong Xuan“

Über den Markthallen des Dong Xuan Centers in Berlin-Lichtenberg plant Lionel Esche von der Universität der Künste Berlin eine völlig neue Typologie an Wohn- und Freiräumen. Die Jury lobt den ästhetischen Raum als Kontrast zur Realität.

Anerkennung „Living on a public garage“

David Leber vom Karlsruher Institute of Technology (KIT) befasst sich mit dem An- und Umbau eines Parkhauses am Hamburger Rödingsmarkt. Die Jury würdigt die nachhaltige Idee, die markante Hochgarage in der Stadtstruktur zu erhalten und an heutige Bedürfnisse anzupassen.

Anerkennung „Rescue Kit“

Am Beispiel einer Wohnbebauung in Sevilla zeigt die Arbeit von José Carlos Menasalvas Gijón von der Universidad de Sevilla, dass durch eine geschickte und durchdachte Veränderung der Grundrisse die gesamte Nachbarschaft profitieren kann. Die Jury hebt die realistische Herangehensweise an das Thema hervor und betont die Aktualität im Rahmen herkömmlicher Stadtverdichtungen.

Anerkennung „MIAUHAUS. Interrelational Movement for Architecture and Urbanism“

Das Projekt von Sergio Del Castillo Tello von der Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Madrid ETSAM gibt eine futuristische Antwort auf die Frage, wie man mit der so genannten "Autostadt" umgeht. Das gewählte Gebiet in Madrid ist durch komplexe Verkehrswege gekennzeichnet. Die Jury ehrt die neue flexible Struktur, die auch soziale Probleme thematisiert und in unterschiedlichen Maßstäben, von Konstruktionsdetails bis hin zu funktionalen Aspekten, sehr detailliert ausgearbeitet ist.

Erstmals International

Der Egon Eiermann Award hat sich seit seiner Erstauflage vor 28 Jahren zu einer festen Größe in der Nachwuchsszene junger Architekten etabliert. Er richtet sich alle zwei Jahre an Studierende und Absolventen der Fachrichtung Architektur und wurde in diesem Jahr erstmals auch international in Österreich, Portugal, Rumänien, Schweiz, Spanien und Ungarn ausgeschrieben. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Entwürfe und Ideen des Architektennachwuchses einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und ihnen somit eine Plattform mit hoher Aufmerksamkeit zu bieten.

Wettbewerbsaufgabe und Jury

Mit der diesjährigen Wettbewerbsaufgabe „Die Konsolidierung der Stadt: Urbane Nachverdichtung von Gebäuden und Baulücken“ stellten die Auslober die Frage, wie in Zeiten von Städtewachstum und Bevölkerungsboom die Nachverdichtung bestehender Stadtstrukturen aussehen könnte. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, einen Entwurf für ein Gebäude, eine Baulücke oder eine geeignete Fläche innerhalb einer frei wählbaren Stadt zu entwerfen. Die Teilnehmer sollten sich mit den dortigen Gegebenheiten auseinandersetzen, die erforderliche Nutzung dementsprechend festlegen und je nach Ort ein neues Gebäude, eine Aufstockung eines bestehenden Gebäudes oder einen Anbau entwerfen. Die Jury setzte sich aus international renommierten Architekten zusammen:

  • Prof. Ludwig Wappner, Allmann Sattler Wappner Architekten, München, Deutschland
  • Prof. Enrique Sobejano, Nieto/Sobejano Arquitectos, Madrid, Spanien
  • Prof. Barbara Holzer, Holzer Kobler Architekturen, Zürich, Schweiz
  • Prof. Michael Obrist, feld72, Wien, Österreich
  • Prof. Levente Szabó, Hetedik Műterem, Budapest, Ungarn
  • Patrícia Barbas, Barbas Lopes Arquitectos, Lissabon, Portugal

Als Sachpreisrichter im Namen des Auslobers EQUITONE fungierten in diesem Jahr Jennifer Claus und Karmen Jarca.

EQUITONE – von und für Architekten

Unter dem Markennamen EQUITONE vertreibt die deutsche Eternit GmbH großformatige Fassadentafeln für anspruchsvolle Architektur und legt schon bei der Produktentwicklung größten Wert auf die Expertise führender Architekten. Die Eternit GmbH ist der führende Hersteller von Dach- und Fassadenbekleidungen aus Faserzement in Deutschland. Das Unternehmen gehört zur weltweit operierenden Etex Gruppe und ist in Deutschland an den Standorten Heidelberg und Beckum vertreten.

Text und Bilder stehen hier zum Download zur Verfügung.
Abdruck honorarfrei. Belegexemplar erbeten. 

Ansprechpartner      Eternit GmbH, Miriam Petermann, Unternehmenskommunikation

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