Bootshaus Universität Kassel

Studenten planen für Studenten: Bootshaus für das Sportinstitut der Uni Kassel

Die Stadt Kassel blickt auf eine langjährige und erfolgreiche Tradition des Ruder- und Kanusports zurück. Aufgrund der Nähe zur Fulda gehört die Wassersportart zu den beliebtesten der Bewohner. So reihen sich am Flussufer auf etwa anderthalb Kilometern insgesamt elf Bootshäuser der lokalen Rudervereine aneinander. Wie groß der Stellenwert des Ruderns für die Stadt ist, zeigt sich auch in einem Projekt der nordhessischen Hochschule: Im Rahmen eines praktischen Entwurfs entwickelte Wolfgang Schulze, Professor an der Universität Kassel, zusammen mit Studierenden des Fachbereichs Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung ein Multifunktionsgebäude, das sowohl eine Halle für die Ruder- und Kanuboote als auch Seminarräume des Instituts für Sportwissenschaft beherbergt. Weiter beinhaltet das Konzept Umkleiden, Duschen, Toiletten, Lagerräume und eine Küche. Ein Skelett aus Betonstützen lässt das Bootshaus 2,6 Meter über dem Boden schweben und schützt es so vor Hochwasser. Mit der Fassadengestaltung aus Cedral Faserzementpaneelen in Stülpschalung zitieren die Planer den typischen Bootshausbau und wählten zugleich ein besonders nachhaltiges Fassadensystem: „Die Wahl auf Eternit Paneele fiel aus Gründen der Langlebigkeit, der Wartungsfreiheit und vor allem wegen der kleinteiligen, länglichen Struktur, ähnlich einer Schalung, wie sie für Gebäudetypen dieser Art an der Fulda in Kassel üblich ist“, so Wolfgang Schulze. Passend zu den schwarzen Fassadenpaneelen wurde das Dach mit Eternit Wellplatten in der gleichen Farbe gedeckt.

Einzelheiten

Produktkategorie
Cedral Structur
Farbe
Schwarz C 50
Stadt
Kassel
Architekt
Jan Iwanowicz und Lena Damm, Universität Kassel unter Leitung von Alexander Söder und Prof. Wolfgang Schulze, Schultze und Schulze, Architekten, Kassel, Mitarbeiter: Oliver Berger, Manfred Elsner, Heinz-Josef Geissen
Installationsmethode
Stülpschalung