Museum Herne

Ausstellungsarchitektur

Archäologisches Museum Herne

Ein Großteil der Ausstellungsflächen des Westfälischen Museums für Archäologie ist in die Erde eingegraben. Die Ausstellungsgestalter, das Atelier Brückner in Stuttgart, kombinierten wenige, sorgfältig aufeinander abgestimmte Materialien, die sich selbst dezent zurücknehmen und die Exponate wirkungsvoll zur Geltung bringen. Um das gesamte Grabungsfeld im Souterrain des Neubaus führt eine Museumswand aus hellgrauen Fassadentafel Natura. Auf raffinierte Weise nutzten die Planer schlitzartige Aussparungen der Wandschale für die gezielte Lichtführung. Präzise integrierten sie Glasvitrinen in die umlaufende Projektions- und Ausstellungsfläche. Mit dem natürlichen Charakter der durchscheinenden Zementstruktur unterstreichen die Faserzementtafeln die ästhetische Qualität der nichtbrennbaren Wandbekleidung im Innenraum. Konstruktiv bildet die Museumswand mit der Faserzementbekleidung eine Vorsatzschale, hinter der sich Teile der Elektroinstallationen befinden. Die Unterkonstruktion aus senkrechten Stahlhohlprofilen steht in 30 cm Abstand zur Betonrohwand. Die Befestigung der Tafeln erfolgte nichtsichtbar durch zwei Einhängebleche aus Aluminium. Sie sind in entsprechender Länge auf die Rückseite der Faserzementtafeln geklebt. Mit Hilfe dieser gekanteten Bleche werden die Paneele aus Faserzement an den U-Profilen der Unterkonstruktion befestigt. Das jeweils untere Aluminiumblech bedeckt die exakt verlaufenden Fugen.

Einzelheiten

Stadt
Herne
Architekt
von Busse Klapp Brüning, Essen
Verarbeiter
Ries Akustik GmbH, Alerheim