Schule Düsseldorf

Großer Bedarf an zusätzlichen Räumen machte eine Erweiterung des Berufskollegs aus den 1970ern im Südosten Düsseldorfs nötig. Auf einem Grundstück neben dem Bestandsbau sollten Klassen für 500 Schüler, Fachräume und Lehrerzimmer Platz finden. Heuer Faust Architekten entwarfen zwei sich überschneidende Baukörper, die in ihrer Mitte Richtung Altbau ein gläsernes Foyer aufspannen und mit unterschiedlichen Fassadenmaterialien gestaltet sind. Während der nördliche Teil aus dunklem zweischaligen Sichtmauerwerk besteht, ist der südliche Gebäudetrakt mit leuchtend roten Faserzementtafeln bekleidet.

Landmarke in Signalfarbe

Nicht eine Vorgabe im Wettbewerb, sondern eine Anregung der Schüler führte dazu, dass mit dem Projekt der erste Schulbau Düsseldorfs im Passivhaus-Standard entstand. Herausfordernd gestaltete es sich, den Anspruch der Architekten nach einer „offenen Schule“ mit den energetischen Anforderungen zu verbinden, da Öffnungen in der Gebäudehülle den Effizienz-Kriterien entgegenwirken. Die Balance gelang, der Heizenergiebedarf der Schule liegt mit 15 kWh/(m2a) etwa 80% unter den Vorgaben der EnEV. Zu den Passivhaus-Werten tragen neben einem Wärmerückgewinnungssystem mit Wärmepumpen und Betonkernaktivierung auch die luftdichte Außenhülle und die Fassadengestaltung des Schulbaus bei. Unter Vermeidung von Wärmebrücken ist eine 28cm starke Dämmschicht hinter der vorgehängten hinterlüfteten Fassade angebracht, die mit Equitone Pictura Tafeln im Querformat bekleidet ist. Die intensiv gefärbten Faserzementtafeln setzen ein selbstbewusstes Zeichen zur stark befahrenen Straße und verwandeln den Schulbau in eine städtebauliche Landmarke.

Einzelheiten

Stadt
Düsseldorf
Architekt
Heuer + Faust Architektur-Büro Aachen