Verwaltungsgebäude Eberswalde

Gold für lebendiges Stadtquartier mit Faserzementfassaden Das Paul-Wunderlich-Haus, mitten in der Eberswalder Innenstadt gelegen, füllt eine rund 60 Jahre alte, drei Hektar große Brachfläche aus dem zweiten Weltkrieg. GAP Architekten aus Berlin konzipierten vier Baukörper für das Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum, die sich um einen neuen öffentlichen Platz gruppieren und sensibel in den städtischen Kontext einfügen. Ein ausgelagertes Parkhaus, südwestlich angrenzend, komplettiert das Ensemble. Fünf Fassadentypen aus Faserzement und Putz verbinden die Gebäude optisch untereinander und mit dem angrenzenden Stadtraum. Die Integration von Verwaltung, Kultur und Handel unter einem Dach sowie die konsequente Nutzung natürlicher Ressourcen machen das Paul- Wunderlich-Haus zu einem Vorzeigeprojekt für nachhaltiges und ökologisches Bauen. Das Bürogebäude benötigt mit einem maximalen Primärenergiebedarf von weniger als 100 kWh/Quadratmeter nur etwa 30 Prozent der Energie eines vergleichbaren Standardgebäudes und wurde als eines der ersten mit einem Gütesigel in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet. Einen wichtigen Beitrag für dieses zukunftsorientierte Bauen leistet auch die verwendete Faserzementfassade von Eternit. Die durchgefärbten Natura Fassadentafeln sind vorgehängt und hinterlüftet montiert und durch ihre Zusammensetzung besonders robust. Für das Paul-Wunderlich-Haus wählten die Architekten in Grautönen abgestufte, großformatige Fassadentafeln und variierten diese an den fünf Baukörpern mit farbigen Fensterlaibungen, weißen Putzoberflächen und großflächigen Verglasungen im Erdgeschoss. Holztafelbau mit Energieeinsparfassade Das Gebäudekonzept des Paul-Wunderlich-Hauses ist auf allen Ebenen auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. So wurde auch besonderer Wert auf die thermische Optimierung der Gebäudehülle gelegt. Im Werk der Zimmerei Sieveke sind die Außenwände, bestehend aus Holztafeln, Zellulosedämmung und beidseitiger Beplankung mit Holzwerkstoffplatten, zeit- und kostensparend vorgefertigt worden. Für die fachgerechte Montage der Wandelemente an der Geschossdecke wurde gemeinsam mit den Tragwerksplanern eigens ein Montagewinkel für die Lastabtragung entwickelt. Auf der so zügig fertiggestellten Außenwand befestigten die Fassadenbauer die Natura Faserzementtafeln und Putzträgerplatten auf einer Holzlattung. Vorgehängt und hinterlüftet, ist die Energieeinsparfassade durch den Luftraum konsequent von der Konstruktion getrennt und schütz diese so vor Witterungseinflüssen. Zur Vermeidung von Wärmebrücken kamen beispielsweise vor dem außen liegenden Sonnenschutz Vakuum-Dämmpaneele zum Einsatz. DGNB Zertifizierungssystem Das DGNB Zertifizierungssystem wurde von der DGNB in kooperativer Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ins Leben gerufen. Als leistungsstarkes Instrument dient es der Planung und Bewertung von nachhaltigen Gebäuden. Um dabei eine umfassende Qualitätsperspektive zu gewährleisten, werden alle relevanten Felder des nachhaltigen Bauens abgedeckt. In die Bewertung fließen, je nach Nutzungsprofil, ca. 60 Kriterien aus den Themenfeldern Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort ein. So können bereits in der Planungsphase die Nachhaltigkeitsziele definiert werden. Das vom Architekten Thomas Winkelbauer (GAP) entwickelte Paul- Wunderlich-Haus schnitt unter 28 eingereichten Vorzeigeprojekten als bestes mit der Note 1,2 ab und wurde daher mit dem DGNB Gütesiegel in der Kategorie Gold ausgezeichnet. Ein Spiel aus verschiedenen Faserzementgrautönen und -formaten bestimmt in Kombination mit farbigen Fensterlaibungen und Sonnenschutzelementen das Fassadenbild des Paul-Wunderlich-Hauses. Die abschließende Faserzementfassade konnte auf der Baustelle leicht auf die Unterkonstruktion aus Holz montiert werden. Die großformatigen Natura Tafeln wurden sichtbar mit Schrauben im gleichen Farbton verschraubt. Im Maßstab angepasst fügt sich das neue Dienstleistungs- und Verwaltungsgebäude des Landkreis Barnim in die Eberswalder Innenstadt ein. Natura Faserzementtafeln von Eternit bekleiden im Wechsel mit Putzoberflächen und Glaselementen die fünf neuen Baukörper des Paul-Wunderlich-Hauses und bilden so ein zusammenhängendes Gebäudeensemble.

Einzelheiten

Produktkategorie
EQUITONE [natura]
Farbe
Naturgrau N 250
Stadt
Eberswalde
Architekt
GAP, Gesellschaft für Architektur & Projektmanagement mbH, Berlin
Verarbeiter
Holzbau: Zimmerei Sieveke GmbH, Lohne, Fassade: G + H Fassadentechnik, Berlin
Fotograf
Martin Duckek, Ulm / Marco Maria Dresen, Berlin