BESTE QUALITÄT BRAUCHT ERSTKLASSIGE ZUTATEN

Luft, Wasser, Zement, Zellulose und synthetische Fasern verleihen Faserzement seinen unverwechselbar authentischen Charakter. Faserzementprodukte sind nichtbrennbar sowie absolut form- und witterungsbeständig. Den größten Rohstoffanteil bildet Zement, der durch das Brennen von Kalkstein und Tonmergel hergestellt wird. Als Armierungsfasern werden Fasern aus Polyvinylalkohol (PVA) eingesetzt, die in ähnlicher Form auch in der Textilbranche für Schutzgewebe oder Vliesstoffe verwendet werden.

Alle Eternit Werkstoffe und die Produkte daraus sind als umweltfreundlich und gesundheitsverträglich bewertet und vom unabhängigen deutschen Institut Bauen und Umwelt e.V. mit einer Umwelt-Produktdeklaration nach ISO 14025 zertifiziert.

Eine Kulturgeschichte

Faserzement galt früh als Inbegriff der Modernität. In den 1920er Jahren wurde viel mit dem neuen Werkstoff experimentiert. In den 1950er und 60er Jahren erlebte der Werkstoff seine größte Boomzeit. Namhafte Architekten aller Generationen haben Faserzementprodukte eingesetzt und an der Produktentwicklung mitgewirkt. Le Corbusier hat sich intensiv mit dem neuen Werkstoff befasst. Für die Villa seiner Eltern in La Chaux-de-Fonds, die wegen ihrer weiß verputzten Fassade „Maison Blanche“ genannt wird, wählte er bereits 1912 Dachplatten aus Faserzement. Auch Walter Gropius, der Direktor des Bauhauses in Dessau, arbeitete 1927 mit Faserzement im Rahmen der Weißenhofsiedlung in Stuttgart. Viele Bauten mit Faserzement-Dächern oder Fassaden stehen heute unter Denkmalschutz, nicht nur in Europa. Ein herausragendes Beispiel in Japan ist das Wohnhaus des japanischen Architekten Kenzo Tange bei Tokio aus dem Jahr 1957. Er verbindet tradierte japanische Motive und Bauweisen mit dem modernen Zementwerkstoff.

Gestern wie Heute: Architekten bauen mit Faserzement

Abgeordnetenhaus der Bundesregierung, Entwurf: Egon Eiermann, Karlsruhe 1970

Schon früh sah auch der deutsche Architekt Egon Eiermann in Faserzement ein geeignetes Material für eine zeitgenössische Architektur. Er wählte den Werkstoff unter anderem für die Fassaden des repräsentativsten Gebäudes der jungen Bundesrepublik: das Abgeordnetenhaus „Langer Eugen“ in Bonn, erbaut in den Jahren 1965-69. Zu den weiteren namhaften Architekten, die Faserzement gestaltprägend einsetzten, gehören Günter Behnisch, vor allem im Schulbau, und Otto Steidle, insbesondere im Wohnungsbau.

Prototyp Expo-Pavillon, Entwurf: Otto Frei, Stuttgart 1967

Der deutsche Ingenieur und Architekt Frei Otto deckte das expressive, hängende Dach für den Prototyp des Deutschen Pavillons der Weltausstellung in Montreal mit Faserzementplatten. Und der österreichische Architekt Gustav Peichl verwendete Dachplatten am Österreich Pavillon der Weltausstellung 1964 in New York. Vier Wohnhäuser mit Faserzement sind zu Meilensteinen der Moderne bzw. der Postmoderne geworden: das Einfamilienhaus von Le Corbusier in Les Matthes, Südfrankreich von 1935, das Case Study House No. 08 von Ray und Charles Eames in Kalifornien von 1949, das Haus Lieb von Robert Venturi aus den 1960er Jahren und das Wohnhaus von Frank O. Gehry in Santa Monica aus den 1980er Jahren.

Kindertagesstätte in Berlin-Spandau, Entwurf: Georg Augustin, Ute Frank, Berlin 1997-98

Einen Höhepunkt der Verwendung durch die jüngere Architektur-Avantgarde erlebte der Werkstoff 1987 mit dem Lagergebäude für den Schweizer Kräuterbonbonhersteller Ricola in Laufen von den Architekten Herzog & de Meuron. Faserzement fand auch seinen Platz an expressiven Hochhäusern wie dem Studentenwohnheim am historischen Gasometer in Wien (1997 von Coop Himmelb(l)au) oder an skulpturalen Bürobauten wie dem Caltrans Headquarter (2005 von Pritzker-Prize-Träger Thom Mayne aus den USA). Zunehmend wird das Material von jungen Architekten wieder entdeckt, die insbesondere die universelle Verwendbarkeit für Dach, Fassade und Innenräume schätzen. Die holländischen Architekten MVRDV bekleideten Dach und Fassade eines Einfamilienhauses in der Siedlung Hageneiland im niederländischen Ypenburg 2001 komplett mit schwarzen Wellplatten aus Faserzement. Zudem wurde 2008 die temporäre Kunsthalle auf dem Schlossplatz in Berlin von Adolf Krischanitz als komplette Faserzement-Box errichtet.

Tradition von Faserzement

In der Produktentwicklung wird an die bewährte Zusammenarbeit mit Architekten angeknüpft. So wurden in den vergangenen Jahren Arno Lederer aus Stuttgart, Rainer Hascher, Armand Grüntuch und Konrad Wohlhage aus Berlin, David Trottin von Peripheriques Architectes aus Paris und Ash Sakula Architects aus London eingebunden. Auch in der Kunst gibt es eine lange Traditionslinie: von Gemälden auf Faserzement von Pablo Picasso und Fernand Léger über die Faserzement-Skulpturen von Bernhard Heiliger bis zu den fotografischen Serien über Werkstoff, Produkte und Produktionsprozesse von Karin Geiger oder Folke Hanfeld.

Entwicklung: Eine neue Werkstoffgeneration

Als 1976 neue wissenschaftliche Erkenntnisse die gesundheitsgefährdende Wirkung von Asbestfeinststaub belegten, wurde 1981 vom Wirtschaftsverband Asbestzement e.V. mit der deutschen Bundesregierung ein Branchenabkommen auf der Basis der Freiwilligkeit zum Ausstieg aus der Asbestzementproduktion beschlossen. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigten, dass von eingebauten Asbestzementprodukten für Dach und Fassade mit fest gebundenen Fasern keine Gefahren ausgehen. Die deutsche Eternit GmbH hatte bereits 1979 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundesministerium für Forschung und Technologie begonnen, industrielle Möglichkeiten des Asbestersatzes zu erforschen. Umfangreiche Prüfungen waren notwendig, um das Langzeitverhalten des neuen Stoffes zu untersuchen und die gesundheitliche und baubiologische Unbedenklichkeit abzusichern. Als neue Armierungsfaser wurde schließlich eine synthetische, organische Faser aus Polyvinylalkohol (PVA) eingeführt, die in ähnlicher Form auch für medizinische Nähfäden eingesetzt wird. Von 1981 bis 1990 wurden alle Produkte für den Hochbau auf Faserzement der asbestfreien Generation umgestellt. Eine Übersicht über die Umstellung finden Sie auf www.faserzement.info unter Asbestzement – Fragen und Antworten.
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