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Gestern wie Heute

Architekten bauen mit Faserzement

Abgeordnetenhaus der Bundesregierung, Entwurf: Egon Eiermann, Karlsruhe 1970

Schon früh sah auch der deutsche Architekt Egon Eiermann in Faserzement ein geeignetes Material für eine zeitgenössische Architektur. Er wählte den Werkstoff unter anderem für die Fassaden des repräsentativsten Gebäudes der jungen Bundesrepublik: das Abgeordnetenhaus „Langer Eugen“ in Bonn, erbaut in den Jahren 1965-69. Zu den weiteren namhaften Architekten, die Faserzement gestaltprägend einsetzten, gehören Günter Behnisch, vor allem im Schulbau, und Otto Steidle, insbesondere im Wohnungsbau.

Prototyp Expo-Pavillon, Entwurf: Otto Frei, Stuttgart 1967

Der deutsche Ingenieur und Architekt Frei Otto deckte das expressive, hängende Dach für den Prototyp des Deutschen Pavillons der Weltausstellung in Montreal mit Faserzementplatten. Und der österreichische Architekt Gustav Peichl verwendete Dachplatten am Österreich Pavillon der Weltausstellung 1964 in New York. Vier Wohnhäuser mit Faserzement sind zu Meilensteinen der Moderne bzw. der Postmoderne geworden: das Einfamilienhaus von Le Corbusier in Les Matthes, Südfrankreich von 1935, das Case Study House No. 08 von Ray und Charles Eames in Kalifornien von 1949, das Haus Lieb von Robert Venturi aus den 1960er Jahren und das Wohnhaus von Frank O. Gehry in Santa Monica aus den 1980er Jahren.

Kindertagesstätte in Berlin-Spandau, Entwurf: Georg Augustin, Ute Frank, Berlin 1997-98

Einen Höhepunkt der Verwendung durch die jüngere Architektur-Avantgarde erlebte der Werkstoff 1987 mit dem Lagergebäude für den Schweizer Kräuterbonbonhersteller Ricola in Laufen von den Architekten Herzog & de Meuron. Faserzement fand auch seinen Platz an expressiven Hochhäusern wie dem Studentenwohnheim am historischen Gasometer in Wien (1997 von Coop Himmelb(l)au) oder an skulpturalen Bürobauten wie dem Caltrans Headquarter (2005 von Pritzker-Prize-Träger Thom Mayne aus den USA). Zunehmend wird das Material von jungen Architekten wieder entdeckt, die insbesondere die universelle Verwendbarkeit für Dach, Fassade und Innenräume schätzen. Die holländischen Architekten MVRDV bekleideten Dach und Fassade eines Einfamilienhauses in der Siedlung Hageneiland im niederländischen Ypenburg 2001 komplett mit schwarzen Wellplatten aus Faserzement. Zudem wurde 2008 die temporäre Kunsthalle auf dem Schlossplatz in Berlin von Adolf Krischanitz als komplette Faserzement-Box errichtet.